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Schneemetamorphose

Schneemetamorphose

Frisch gefallener Schnee ist ein verzahntes Gerüst von Neuschneekristallen mit einem hohen Luftgehalt. Sofort nach der Ablagerung fängt die Umwandlung der Schneedecke an. Durch unterschiedliche Wasserdampfkonzentrationen in der Schneedecke wandeln sich die Schneekristalle bei einem kleinen Temperaturgradienten mit der abbauenden Metamorphose langsam zu körnigem Altschnee mit Korndurchmessern von <0.5 mm um. Dabei setzt und verfestigt sich die Schneedecke.

Bei einem mittleren oder grossen Temperaturunterschied innerhalb der Schneedecke findet eine aufbauende Metamorphose, also eine Vergrösserung der Schneekristalle statt. Es bilden sich eckig-kantige Strukturen, die dann in kristalline Hohlformen, sogenannte Becherkristalle, übergehen können. Schneeschichten, die Becherkristalle enthalten, sind schwach und wenig belastbar. Bei der Nassschneemetamorphose, die bei einer Erwärmung auf 0°C anlaufen kann, bildet sich ein Schmelzwasserfilm an den Körnern. Dadurch sinkt die Festigkeit des Schnees.


Weitere Informationen zu diesem Thema
Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung
http://www.slf.ch/

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